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Schutz der Schildkröten: Ojai’s geheime Oase der Artenvielfalt
Inmitten der sanften Hügel Kaliforniens, weit entfernt vom Trubel der Touristenattraktionen, verbirgt sich die Turtle Conservancy in Ojai – eine einzigartige Einrichtung, die sich bereits seit zwei Jahrzehnten dem Schutz von Schildkröten und Landschildkröten widmet. Auf einem 10 Hektar großen Grundstück beherbergt diese gemeinnützige Organisation stolz über 550 Schildkrötenarten und fungiert als wichtige Anlaufstelle für den Artenschutz.
Die Turtle Conservancy wurde 2005 von Eric Goode, einem Emmy-nominierten Filmemacher und Mitbesitzer des Hotel El Roblar, sowie Maurice Rodrigues gegründet. Ihre Mission ist es, über 65 bedrohte Arten zu schützen und mehr als 70.000 Acres Lebensraum in Mexiko und Südafrika zu bewahren. Darüber hinaus bietet die Organisation in Partnerschaft mit Schulen in Ojai Bildungsprogramme an, um das Bewusstsein für den Artenschutz zu schärfen.
Laut Simon Rouot, dem stellvertretenden Direktor der Turtle Conservancy, besteht das Hauptziel der Einrichtung darin, Arten, die in freier Wildbahn ausgestorben oder stark gefährdet sind, zu züchten und zu erhalten. «Wir retten Tiere aus dem Schwarzmarkt, die Opfer von Wilderei geworden sind», betont Rouot. «In den Vereinigten Staaten sammeln Menschen Schildkröten in der Natur und schicken sie dann ins Ausland.» Aktuell sind über 50 % der mehr als 300 Arten, die das Reptilienhobby betrifft, vom Aussterben bedroht, was Schildkröten zu den am stärksten gefährdeten Wirbeltieren der Erde macht.
Laut dem WWF ist der Verlust von Lebensräumen und der Klimawandel die Hauptursache für den Rückgang der Schildkrötenpopulationen. Umso wichtiger ist die Arbeit der Turtle Conservancy, die nicht nur für den Erhalt dieser prähistorischen Geschöpfe kämpft, sondern auch das öffentliche Bewusstsein für deren Bedrohungen erhöht. Die Einrichtung ist zwar nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich, ermöglicht jedoch Mitgliedern und Gästen der Partnerhotels, exklusive Führungen zu erleben und mehr über die Schildkröten zu erfahren.
Ein Highlight der Tour besteht darin, dass Besucher die majestätischen Riesenschildkröten füttern können – eine Erfahrung, die viele mit einem persönlichen Kontakt zu diesen uralten Wesen verbindet. Auf den Führungen wird auch erklärt, dass nicht alle Schildkröten Familiäres sind: „Alle Landschildkröten sind Schildkröten, aber nicht alle Schildkröten sind Landschildkröten“, erklärt Rouot. Diese Einblicke tragen zum Verständnis und zur Wertschätzung verschiedener Arten bei.
Besucher können außerdem das faszinierende Verhalten der Tiere beobachten – von der Interaktion mit den Riesenschildkröten bis hin zu den sozialen Dynamiken zwischen den verschiedenen Arten. «Die Interaktion mit der Natur und der Tierwelt ist eine Erfahrung, die vielen Menschen in unserer Gesellschaft fehlt», so Rouot. «Wir hoffen, dass wir vor allem Kinder inspirieren können, sich für den Naturschutz zu engagieren.»
Da die Turtle Conservancy weiterhin aktiv Land im Ausland erwerben möchte, widmet sich die Organisation unermüdlich dem Ziel, bedrohte Arten zu retten und zu rehabilitieren. «Wir sind kein Zoo und werden es niemals sein», bekräftigt Rouot. Diese klare Trennung von kommerziellen Zielen zeigt das Engagement der Organisation für das Wohl der Tiere und ihre Vision für den Naturschutz.
In Zeiten, in denen das Bewusstsein für Umweltschützer und Artensterben dringender ist denn je, stellt die Turtle Conservancy ein wertvolles Beispiel für den erfolgreichen Schutz bedrohter Arten dar. Indem sie sich der Ausbildung und Forschung widmet, setzt diese Oase in Ojai Maßstäbe für den Naturschutz im 21. Jahrhundert.
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