Republikaner Curtis Sliwa unter Druck, NYC-Oberbürgermeisterkandidatur zugunsten von Zohran Mamdani aufzugeben

Curtis Sliwa sieht sich wachsenden Druck an, aus dem Rennen um das Bürgermeisteramt von New York auszutreten – um Mamdanis Aufstieg zu stoppen

In New York City sieht sich der republikanische Kandidat Curtis Sliwa einem zunehmenden Druck gegenüber, aus dem Rennen um das Bürgermeisteramt auszutreten, nur wenige Tage bevor die Wähler ihre Stimmen abgeben. Dieser Druck kommt von einer teils ungewöhnlichen Koalition: von konservativen Persönlichkeiten aus New York, moderaten Demokraten und wohlhabenden Geschäftsleuten, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: den populären demokratischen Sozialisten Zohran Mamdani zu stoppen.

Mamdani, ein Abgeordneter der Staatsversammlung, hat sich seit seinem überraschenden Sieg über den ehemaligen Gouverneur Andrew Cuomo in den demokratischen Vorwahlen als Favorit für die Führung der größten Stadt Amerikas hervorgetan. Sein Aufstieg in den Umfragen wirft Fragen über die politische Zukunft und die Dynamik der New Yorker Wahlen auf.

Andrew Cuomo, der 67-jährige ehemalige Gouverneur, hat unterdessen Schwierigkeiten, eine Rückkehr als unabhängiger Kandidat gegen den charismatischen 34-Jährigen zu starten. In der jüngsten Umfrage liegt Cuomo mit einem Abstand von zweistelligen Punkten hinter Mamdani zurück, wobei Sliwa, ein Aktivist und Talkshow-Moderator, in einem Dreikampf deutlich hinterlegt. In direkten Vergleichen scheint Cuomo jedoch bessere Chancen gegen Mamdani zu haben.

„Ich bin hier, um zu gewinnen“, erklärte Sliwa, der als Gründer der Anti-Verbrecher-Gruppe Guardian Angels bekannt ist. Seine Entschlossenheit wird durch die Unterstützung seiner Anhänger und die steigenden Spannungen innerhalb der politischen Landschaft New Yorks verstärkt. Sliwa forderte Cuomo auf, „vom hohen Ross herunterzukommen“ und aktiv für seine Wähler zu werben.

Cuomos Unterstützer haben eine kürzlich durchgeführte AARP-Umfrage zitiert, die zeigt, dass der Wettbewerb zwischen Cuomo und Mamdani fast ausgeglichen wäre, wenn Sliwa aus dem Rennen austreten würde. In diesem Szenario würde Mamdanis zweistellige Führung auf nur vier Punkte schrumpfen, wobei 45 % für Mamdani und 41 % für Cuomo stimmen würden – innerhalb des Fehlerbalkens der Umfrage. Der Einfluss von Sliwa auf die Wahlstimmen könnte somit entscheidend sein.

„Wenn die New Yorker erkennen, dass Sliwa ein Spoiler ist, werden sie hinter Cuomo stehen, um die Stadt zu retten“, erklärte Rich Azzopardi, ein Sprecher von Cuomos Wahlkampf. Trotz der Umfrageergebnisse bleibt jedoch die Realität, dass sowohl Sliwas Name als auch der des amtierenden Bürgermeisters Eric Adams auf dem Stimmzettel stehen werden. Eine Umfrage von Fox News zeigte, dass Cuomo nach Adams’ Rückzug aus dem Rennen an Unterstützung gewann, obwohl Adams weiterhin etwa 2-3 % der Stimmen an sich zieht. Mamdani bleibt in den Umfragen weiterhin deutlich in Führung, was die anhaltende Herausforderung für alle anderen Kandidaten verdeutlicht.

Diese Situation verdeutlicht die fragmentierte politische Landschaft in New York City und die Bedeutung strategischer Überlegungen in den letzten Wochen vor der Wahl. Experten warnen vor den möglichen Folgen einer teilweisen Wählerenthaltung und darauf, wie sich eine solche Dynamik auf die kommenden Wahlen auswirken könnte. Die Komplexität der Wählerpräferenzen erfordert daher von den Kandidaten nicht nur eine klare Positionierung, sondern auch die Fähigkeit, sich in einem zunehmend polarisierten politischen Umfeld effektiv zu bewegen.

Insgesamt wird die Wahl um das Bürgermeisteramt von New York nicht nur eine Testphase für die Strategien der Kandidaten, sondern auch ein entscheidender Moment für die politische Richtung der Stadt, während die Erwartungen der Wähler an die künftige Führung steigen.