### Auswirkungen der Bundesabwicklung auf das SNAP-Programm in Utah: Eine Krise für Bedürftige
In Utah stehen Zehntausende von Haushalten, die auf das Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP) angewiesen sind, vor der Gefahr, ihre Essenshilfen zu verlieren. Die Haushalte in Utah, die auf SNAP angewiesen sind — insgesamt etwa 86.000 Haushalte und 177.000 Personen — sind auf diese Unterstützung angewiesen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Staatliche Amtsträger haben jedoch angekündigt, dass sie die durch die Bundesstilllegung entfallenden Mittel nicht ersetzen werden.
Senatspräsident Stuart Adams äußerte Bedenken hinsichtlich der finanziellen Unterstützung und bezeichnete es als „unrealistisch“, dass der Staat die benötigten 33 Millionen Dollar aufbringen kann, um die November-Zuweisungen für SNAP zu sichern. „Es wäre nicht angemessen, wenn der Staat die vollständigen Mittel für SNAP aufbringt, aber wir arbeiten intensiv an Optionen, um den Bedürftigen zu helfen“, erklärte Adams der Deseret News.
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA), verantwortlich für die Überwachung von SNAP, hat Utahs Abteilung für Arbeitskräfte aufgefordert, die Zuweisungen für den Monat November auszusetzen. Dies geschah in dem Wissen, dass Haushalte weiterhin nicht genutzte Vorteile aus früheren Monaten einlösen können. Das USDA hat zudem klargestellt, dass es keine 5 Milliarden Dollar an Kontingentmitteln verwenden wird, um die 8 Milliarden Dollar an SNAP-Leistungen für den November zu decken, da diese Kontingente zur Deckung von Haushaltslücken gedacht sind — in diesem Fall sind jedoch keine Mittel genehmigt worden.
Professoren und Experten der Ernährungswissenschaften warnen, dass die Auswirkungen der Bundesstilllegung auf das SNAP-Programm nicht nur für die unmittelbar Betroffenen verheerend sind, sondern auch allgemeine gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen haben könnten. Laut einer aktuellen Umfrage des Deseret News-Hinckley Institute of Politics gaben 17 Prozent der Wähler an, dass sie durch die Stillstände persönliche wirtschaftliche Schwierigkeiten erfahren haben.
Die Auswirkungen der Bundesstilllegung sind nicht zu unterschätzen. Diese Situation hat sich seit dem 1. Oktober verschärft und betrifft mittlerweile 40.000 Bundebeschäftigte Utahs. Beobachtungen der Kommunikationsabteilung des Department of Workforce Services (DWS) zeigen eine beispiellose Unsicherheit und Unklarheit über die Unterstützung, die die Bundesregierung leisten kann.
Die Utah Food Bank, die Nahrungsmittel an 309 Lebensmittelbanken im Bundesstaat liefert, sieht sich einer steigenden Nachfrage gegenüber. CEO Ginette Bott prognostiziert, dass der Bedarf in der aktuellen Saison „sehr, sehr hoch sein wird und schnell wächst.“ In den letzten Jahren hatte Utah eine der höchsten Spendenraten in den USA, aber der bevorstehende Anstieg an Bedürftigen wird den Druck auf Organisationen enorm erhöhen.
Die Non-Profit-Organisation United Way von Salt Lake und Northern Utah hat einen Notfallfonds ins Leben gerufen, um mindestens 1 Million Dollar zu sammeln, um Ressourcen bereitzustellen, die Utahner mit lokalen Gesundheits- und Sozialdiensten in Verbindung bringen. In den ersten Tagen nach Beginn der Stilllegung verzeichnete die Organisation einen Anstieg von 25 Prozent an Anfragen über die 211-Hotline und einen bemerkenswerten Anstieg der Website-Interaktionen um 88 Prozent.
Die Reaktionen aus der Zivilgesellschaft, insbesondere aus Utahs charitativen Organisationen, zeigen, dass trotz des Drucks und der Knappheit eine starke Bereitschaft zur Unterstützung bestehen bleibt. Einzelpersonen und Organisationen wie die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die 1,45 Milliarden Dollar an humanitärer Hilfe bereitgestellt haben, könnten zur Milderung der Krise beitragen.
Die wirtschaftlichen Daten legen nahe, dass die Unterstützung für Bedürftige in diesem kritischen Moment von bedeutender Wichtigkeit ist. Ein Beispiel ist die Aussage von Patrick McIntyre von United Way, der betonte: „Wir wissen, dass jetzt gehandelt werden muss. Wir dürfen nicht länger abwarten.“
Die politische Unsicherheit auf Bundesebene hat zu einem Stillstand geführt, der nicht nur die Regierung, sondern vor allem die Bedürftigsten in Utah und darüber hinaus betrifft. Utahs Politiker fordern von ihren Amtskollegen in Washington, die finanziellen Mittel bereitzustellen, die so dringend nötig sind, um die Grundbedürfnisse der Bürger zu decken. „Es gibt einen klaren Weg nach vorne: Die grundlegende Finanzierung sollte genehmigt werden, um die Regierungsarbeit aufrechtzuerhalten“, bemerkte der Sprecher des Repräsentantenhauses von Utah, Mike Schultz.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die gegenwärtige Lage in Utah ein dringendes Maßnahmenpaket erfordert, um den wachsenden Bedarf an Nahrungsmittelhilfe zu decken, während der politische Stillstand anhält. Die Gesellschaft muss zusammenstehen und sich für die Bedürftigen einsetzen, um durch diese kritische Phase zu navigieren.



