Arizona könnte Maßnahmen ergreifen, um Raser einzudämmen. So wird es gemacht

Verkehrssicherheit in Arizona: Intelligente Geschwindigkeitsbegrenzer als Option für Fahrverbot-Betroffene

In Arizona stehen künftige Möglichkeiten im Raum, die Fahrverbote für überhöhter Geschwindigkeit bedrohte Fahrer zu mildern. Rep. Quang Nguyen, ein Republikaner aus Prescott, kündigte in einer Pressekonferenz an, dass er im kommenden Januar ein Gesetz einbringen will, das es Autofahrern ermöglichen soll, „intelligente“ Geschwindigkeitsbegrenzer in ihren Fahrzeugen zu installieren, anstatt ihre Fahrerlaubnis zu verlieren.

Nguyen stützt sich auf Erfahrungen aus anderen Bundesstaaten wie Virginia und Washington, D.C., die kürzlich ähnliche Gesetze verabschiedet haben, um sicherzustellen, dass Fahrer, die wegen aggressiven Fahrverhaltens verurteilt wurden, nicht in ihrer Mobilität eingeschränkt werden. In Washington, D.C., wird ein intelligenter Geschwindigkeitsbegrenzer bereits nach einer Verurteilung wegen schwerwiegender Verkehr offenses verpflichtend vorgeschrieben.

Das geplante Gesetz in Arizona würde den Fahrern als Option angeboten werden, abhängig von der gerichtlichen Entscheidung über ihre Vergehen. Es richtet sich insbesondere an Fahrer, die wegen Rennausrüstung, rücksichtslosen Fahrens oder mehrfacher Geschwindigkeitsübertretungen verurteilt wurden. Diese Fahrer könnten die Geräte nutzen, um eine Lizenzsperre oder -entzug zu vermeiden.

Ein zentrales Anliegen von Nguyen ist es, betroffenen Fahrzeughaltern den Zugang zu ihren Alltagsaktivitäten zu ermöglichen, wie zum Beispiel zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Transport ihrer Kinder zur Schule. Laut Nguyen könnte durch die Installation der Geschwindigkeitsbegrenzer die Produktivität der Fahrer gesteigert werden, anstatt sie durch Strafen zu diskriminieren.

Bei der Pressekonferenz waren auch Vertreter der Unternehmen Smart Start und LifeSafer anwesend, die an der Entwicklung dieser Technik beteiligt sind. Diese Geräte nutzen Handysignale und GPS-Technologie, um Echtzeitinformationen über Geschwindigkeitsbegrenzungen zu empfangen und verhindern, dass Fahrzeuge diese Geschwindigkeiten überschreiten. Das Ziel ist es, die Zahl der verkehrsbedingten Unfälle zu reduzieren, die – wie der jährliche Bericht „Crash Facts Summary“ des Staates Arizona zeigt – etwa ein Drittel aller Verkehrstoten im Jahr 2024 ausmachten.

Um den Fahrern jedoch auch mehr Flexibilität zu bieten, sieht das geplante Gesetz die Möglichkeit eines temporären Geschwindigkeitsaufhebens vor – drei Mal im Monat dürfen Fahrer die Geschwindigkeit um 10 mph erhöhen, um über andere Fahrzeuge zu überholen. Der Preis für die Installation der Geräte beläuft sich auf etwa 250 US-Dollar, dazu kommen Kosten von rund 4 US-Dollar pro Tag.

Die potenziellen Vorteile dieser Technologie sind jedoch nicht ohne Kontroversen. Kritiker, wie der Interessenvertreter der National Motorists Association, Jay Beeber, warnen, dass diese Technologien in einer Zukunft dazu führen könnten, dass Fahrer gezwungen sind, derartige Geräte zu nutzen, was als Einschränkung der Fahrfreiheit angesehen wird. Das Gesetz könnte damit ein „gefährliches Tor öffnen“, so Rep. Alexander Kolodin.

Die Debatte um den Einsatz intelligenter Geschwindigkeitsbegrenzer wird in den kommenden Monaten erbittert weitergehen, da die Prävention von Geschwindigkeitsüberschreitungen im Kontext der Verkehrssicherheit immer wichtiger wird.

Insgesamt könnte der Vorschlag von Nguyen – wenn er umgesetzt wird – den Weg für einen neuen Ansatz zur Verkehrssicherheit in Arizona ebnen, wobei das Gleichgewicht zwischen individueller Freiheit und öffentlichen Sicherheitsbedenken zentral bleibt.