KANSAS CITY, MO – Budgetkrise und Personalstop: Kansas City im finanziellen Alarmzustand
Kansas City steht vor einem ernsten finanziellen Dilemma, das sich in einem voraussichtlichen Defizit von 100 Millionen US-Dollar für das kommende Haushaltsjahr zeigt. Aus internen Prognosen geht hervor, dass die Stadt mit einem erheblichen Missverhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben konfrontiert ist, was die Stadtverordneten und die Öffentlichkeit alarmiert.
Ab dem kommenden Freitag wird ein stadtweiter Einstellungsstopp in Kraft treten, von dem nur einige wesentliche Abteilungen wie die Luftfahrt, das Wasser- und das Feuerwehrwesen ausgenommen sind. Dies ist jedoch nur der erste Schritt, um die drohende Finanzkrise in den Griff zu bekommen.
Laut Dokumenten, die von FOX4 erhalten wurden, plant Kansas City, im nächsten Haushaltsjahr fast 940 Millionen US-Dollar aus seinem allgemeinen Fonds auszugeben, während die Einnahmen auf lediglich etwa 840 Millionen US-Dollar geschätzt werden. Dies entspricht einem Einnahmeverlust von mehr als 10 %. Der Stadtrat, vertreten durch den Mitglied Crispin Rea, betont die Dringlichkeit der Situation: „Die Tatsache, dass wir diese Prognose haben, sollte für alle alarmierend sein. Unsere Einnahmen sinken, während unsere Ausgaben steigen.“
Experten wie Stacia Williams von Williams Financial Group beschreiben die Lage als katastrophal. „Es handelt sich um eine große Krisensituation – 100 Millionen Dollar. Da sprechen wir nicht über kleine Beträge. Ich bin enttäuscht. Das ist die Stadt – Kansas City“, erklärte Williams, als sie zur finanziellen Lage befragt wurde.
Um den bevorstehenden Haushaltskrisen entgegenzuwirken, werden die Abteilungen gebeten, sich auf tiefere Einschnitte vorzubereiten, die auch Entlassungen umfassen könnten. Ein internes Memo fordert die Überprüfung und gegebenenfalls die Streichung von nicht besetzten Stellen oder das Reduzieren bestehender Mitarbeiter. Stadtmanager Mario Vasquez stellte klar, dass alle im Memo genannten Maßnahmen Optionen sind, betonte jedoch die präventive Natur der Einstellungsstoppmaßnahmen.
Bürgermeister Quinton Lucas, der auch als stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses fungiert, räumt das Ungleichgewicht in den Finanzen der Stadt ein: „Gehälter und andere Aufwendungen übersteigen die Einnahmen, die hereinkommen. Daher werden wir alle gemeinsam echte Anstrengungen unternehmen müssen.“ Er verwies auf verantwortungsbewusste und konservative Maßnahmen, die zur Vermeidung zukünftiger Probleme führen sollen.
Trotz der schwerwiegenden Implikationen dieser Einschränkungen gaben weder Bürgermeister Lucas noch Ratsherr Rea an, dass sie die entsprechenden Dokumente vor der Berichterstattung von FOX4 gesehen hätten. Rea erklärte, dass die Stellen, die möglicherweise gestrichen werden, als „nicht essenziell“ angesehen würden. Dennoch sei die Herausforderung erheblich: „Die entscheidende Frage ist, was wir als Nächstes tun, während wir uns diesen wirtschaftlichen Herausforderungen stellen.
In Anbetracht der Unsicherheit über die Arbeitsplatzsicherheit vieler städtischer Mitarbeiter betont Bürgermeister Lucas, dass der Notfallfonds der Stadt stark genug sei, um im Bedarfsfall genutzt zu werden.
Die aktuelle Situation in Kansas City verdeutlicht die wachsenden finanziellen Herausforderungen, mit denen viele Städte in den Vereinigten Staaten konfrontiert sind. Laut Daten des National League of Cities sehen sich 75 % der Stadtverwaltungen bundesweit mit einem voraussichtlichen Rückgang der Steuereinnahmen konfrontiert, während die Ausgaben gleichzeitig weiter steigen. Die Notwendigkeit, kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen, um langfristige finanzielle Stabilität zu gewährleisten, wird von Experten als entscheidend angesehen, um zukünftige Krisen zu vermeiden.
Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, wie Kansas City mit dieser Herausforderungen umgeht und welche Maßnahmen ergriffen werden, um das finanzielle Gleichgewicht wiederherzustellen.



