Hirschpaarungszeit erfordert erhöhte Vorsicht auf Connecticuts Straßen, so AAA

Warnung vor Verkehrsunfällen mit Rehen: Sicherheitstipps für Autofahrer in Connecticut

In Connecticut sind die Rehe auf den Straßen besonders aktiv – eine saisonale Herausforderung, die Autofahrer vor ernste Gefahren stellt. Der Automobilclub AAA warnt zurzeit besonders vor Unfällen mit Rehen, die vermehrt während der Paarungszeit auftreten. Die letzten Statistiken zeigen alarmierende Zahlen: In einer kürzlichen Erhebung gab es im Staat zwischen Oktober und Dezember des letzten Jahres insgesamt 387 Unfälle, was im Schnitt einem Unfall alle sechs Stunden entspricht. Die häufigsten Kollisionen traten in den Übergangszeiten rund um den Sonnenuntergang auf.

„Ein Zusammenstoß mit einem Reh kann äußerst gefährlich sein“, erklärt Lauren Fabrizi, Sprecherin von AAA Northeast. „Das Tier kann durch die Windschutzscheibe geschleudert werden, was sowohl für den Fahrer als auch für die Insassen fatale Folgen haben kann.“

Die Fortpflanzunginstinkte der weißen-tailed deer, die in dieser Jahreszeit besonders ausgeprägt sind, führen dazu, dass sich die Tiere erratisch verhalten und eher in den Straßenverkehr gelangen. Autofahrer sind insbesondere in den Abendstunden und während der nächtlichen Rushhour gefordert, besonders aufmerksam zu sein.

Laut den Daten von AAA waren die Städte mit den meisten Reh-Unfällen im genannten Zeitraum Simsbury (18 Unfälle), Farmington (17), Groton und Wallingford (jeweils 14), Middletown (13), Shelton und Stonington (jeweils 11) sowie Berlin, Bethel, Coventry, East Windsor und Ridgefield (jeweils 8 Unfälle).

Neben der Warnung vor Rehen empfiehlt AAA, abrupte Ausweichmanöver zu vermeiden. „Fahrer sollten niemals zum Ausweichen bei einem unerwarteten Reh zusammenzucken, insbesondere nicht auf ländlichen Straßen. Ein Schwenk nach rechts kann das Fahrzeug gegen einen feststehenden Straßenposten oder Baumwurf lenken. Ein Ausweichen nach links kann in einem tödlichen Frontalzusammenstoß mit Gegenverkehr enden“, betont die Pressemitteilung. Sogar eine zu harte Bremsung kann dazu führen, dass das Vorderteil des Fahrzeugs absinkt und das Tier über die Motorhaube und durch die Windschutzscheibe geschleudert wird.

Die Folgen von Reh-Unfällen sind gravierend. Laut den neuesten Daten der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) sind im Kommunen insgesamt 218 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 40.000 wurden landesweit bei Kollisionen mit wilden Tieren verletzt.

Zum Schutz der Autofahrer rät AAA zu folgenden Maßnahmen, um Kollisionen mit Rehen zu vermeiden oder die Folgen zu minimieren:

  • Halten Sie einen Blick auf die Straßenränder gerichtet; Rehe können schnell aus bewaldeten Bereichen auftauchen.
  • Halten Sie die Geschwindigkeit ein, um mehr Zeit zum Reagieren zu haben.
  • Betätigen Sie das Horn mit einem langen Signal, wenn Sie Tiere rechtzeitig erkennen. Der Schall könnte sie abschrecken.
  • Bremsen Sie, wenn ein Zusammenstoß unvermeidlich ist, aber lassen Sie das Bremspedal kurz vor dem Aufprall los, um das Aufprallrisiko zu minimieren.

Es ist zudem ratsam, im Schadensfall umgehend die eigene Versicherung zu kontaktieren, da die Schäden in der Regel unter die Kaskoversicherung fallen.

Autofahrer in Connecticut sind gut beraten, sich der potenziellen Gefahren bewusst zu sein, die insbesondere in der Paarungszeit von Wildtieren ausgehen, und sich entsprechend zu verhalten, um ihre Sicherheit und die der Passagiere zu gewährleisten.