Arizona State University gründet einzigartige Schule nach größter Spende in der Universitätsgeschichte: ‘Ich habe das zur Priorität gemacht’

Nachhaltigkeit im Fokus: Arizona State University eröffnet Schule für Naturschutz mit Rekordspende von Rob Walton

Die Arizona State University (ASU) hat sich entschlossen, eine der größten Umwelt Herausforderungen der Welt in eine Bildungsgelegenheit zu verwandeln. Dank einer Rekordspende von 115 Millionen Dollar des Philanthropen und ehemaligen Walmart-Vorsitzenden Rob Walton entsteht die Rob Walton School of Conservation Futures. Diese neue Einrichtung hat sich das Ziel gesetzt, die nächste Generation von Führern im Bereich des Biodiversitätsschutzes und der globalen Nachhaltigkeit auszubilden.

Laut AZ Central wurde die Initiative während der Climate Week in New York vom ASU-Präsidenten Michael Crow bekannt gegeben, der sie als „würdigste Ehrung für all das, was Rob geleistet hat“ beschrieb. Crow betonte, dass dies ein bedeutender Schritt zur Bewältigung der dringenden Umwelt Herausforderungen unserer Zeit sei.

Waltons Engagement für den Naturschutz reicht über 25 Jahre zurück. Inspiriert durch seine Besuche in Naturreservaten Südafrikas und nationalen Parks der USA, ist Walton mittlerweile einer der weltweit führenden privaten Geldgeber für Umweltprojekte und hat zudem 100 Millionen Dollar zum Schutz der US-Nationalparks zugesagt. Er ist Mitglied des Vorstands von Conservation International, einer Organisation, die sich für den Schutz der Natur und der biologischen Vielfalt weltweit einsetzt.

„Wir benötigen die Natur, um zu überleben. Saubere Luft, sauberes Wasser und gesunde Nahrungsmittel – all das kommt aus der Natur“, äußerte Walton in einem Interview mit ASU News. „Letztendlich habe ich dies zur obersten Priorität gemacht.“

Die neue Naturschutzschule baut auf ASUs langjähriger Reputation als globaler Vorreiter im Bereich der Nachhaltigkeit auf. Unter der Leitung von Crow wurde die Universität 2006 die erste in den USA, die Studiengänge im Bereich Nachhaltigkeit anbot. Heute belegt sie den ersten Platz in den USA hinsichtlich der Nachhaltigkeitsinitiativen, die von klimafokussierter Forschung bis hin zu innovativer öffentlicher Politik reichen.

Die Rob Walton School of Conservation Futures soll 2025 eröffnet werden und wird zudem eine Conservation Futures Academy ins Leben rufen. Diese Akademie wird praxisorientierte Schulungen für Schüler, Berufstätige und Führungskräfte anbieten, die einen positiven Einfluss in ihren Bereichen ausüben möchten. Ziel der Initiative ist es, eine Generation von Problemlösern zu befähigen, die in der Lage sind, Ökosysteme wiederherzustellen und die Biodiversität in einer sich rasch erwärmenden Welt zu schützen.

„Naturschutz ist nicht das Werk eines einzelnen Fachgebiets oder einer Disziplin. Es ist eine Aufgabe, die Talent, Kreativität und Führung aus jedem Bereich erfordert“, sagte Daniela Raik, die Interims-CEO von Conservation International, während sie mit ASU News sprach.

Diese Anstrengung wird nicht nur ASUs Forschungsnetzwerk stärken, sondern auch den Gemeinden in Arizona und darüber hinaus helfen, sich an die Erderwärmung anzupassen und die natürlichen Ressourcen zu schützen, die jedes tägliche Leben unterstützen. Durch die Priorisierung von Bildung und Zusammenarbeit hofft die Universität, den Naturschutz als gemeinschaftlichen Bürgerwert zu gestalten und nicht als parteipolitisches Thema.

Wie Walton es treffend formulierte: „Die Studierenden bringen frische Ideen, Energie und Innovationen. Sie sind die nächste Generation von Führungspersönlichkeiten, Forschern und Befürwortern. Wir benötigen ihre Stimmen und ihr Engagement, um einen gesunden Planeten zu erhalten.“

Die Förderung von Umweltbildung und nachhaltigem Handeln ist entscheidend, um die Herausforderungen des Klimawandels und den Schutz der biologischen Vielfalt zu bewältigen. Die Gründung der Rob Walton School of Conservation Futures könnte somit als wegweisender Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft betrachtet werden. Es bleibt abzuwarten, wie diese Initiative die Bildungslandschaft im Bereich Naturschutz verändern und die nächsten Generationen befähigen wird, eine positive Wirkung auszuüben.