Schwarzenegger erklärt, dass er weiterhin ein „traditioneller Republikaner“ ist, während sich die GOP um ihn herum „verändert“ hat

Arnold Schwarzenegger: Ein Plädoyer für traditionelle Werte in der Republikanischen Partei

In einer aktuellen Ausgabe von „Real Time“ hat der Schauspieler und ehemalige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, seine Position zur Republikanischen Partei dargelegt. Im Gespräch mit dem Gastgeber Bill Maher äußerte Schwarzenegger Bedenken hinsichtlich der Veränderungen innerhalb der Partei, die er einst repräsentierte.

Schwarzenegger, der von 2003 bis 2011 der letzte republikanische Gouverneur Kaliforniens war, betonte, dass die Republikanische Partei sich im Laufe der Jahre erheblich verändert habe: “Die Dinge ändern sich. Es ist ganz klar, dass sie sich verändert haben. Ich bin ein traditioneller Republikaner.”

In seiner Verteidigung der republikanischen Ideale verwies er auf die Errungenschaften großer republikanischer Figuren wie Abraham Lincoln, Richard Nixon und Ronald Reagan. “Ich bin die Art von Republikaner, die Lincoln glich, der sicherstellte, dass die Sklaverei beendet wurde und dass Afroamerikaner das Wahlrecht erhielten”, erklärte Schwarzenegger emphatisch.

In einer Zeit, in der die politische Polarisierung in den USA zunimmt, hat Schwarzenegger einen Aufruf zur Zusammenarbeit zwischen den Parteien ausgesprochen. “Die Menschen sollten wissen, dass es wichtig ist, dem Volk zu dienen und nicht den Parteien”, so der ehemalige Gouverneur. Er hob hervor, dass er während seiner Amtszeit in Sacramento stets mit Demokrat:innen zusammengearbeitet habe, und dass Differenzen nicht zu Feindschaft führen sollten: “Ich liebe es, mit Ihnen zu arbeiten, denn mit dem republikanischen und dem demokratischen Denken zusammen können wir Großes erreichen.”

Einschließlich der politischen Landschaft in Kalifornien, die als stark progressiv gilt, räumte Maher ein, dass ein moderater republikanischer Gouverneur in diesem Bundesstaat erfolgreich sein könne. Dennoch blieben Schwarzeneggers Worte überparteilich: “Wir müssen miteinander sprechen, anstatt uns zu hassen. Denn das wollen die Menschen, und das brauchen die Menschen.”

Schwarzenegger trat auch für die Unabhängigkeit der Wahlbezirkszeichnung ein. Er kritisierte den Vorschlag von Gouverneur Gavin Newsom, der plant, Kaliforniens unabhängige Rotationskommission während des anstehenden Neuzeichnungsprozesses auszusetzen. Newsoms Maßnahme zielt darauf ab, das staatliche Legislativsystem anzugreifen, um gegen redistricting Bemühungen in republikanisch geführten Bundesstaaten wie Texas vorzugehen.

Laut der National Conference of State Legislatures hat die Neuzeichnung von Wahlbezirken weitreichende Auswirkungen auf die politische Vertretung in den USA, was den Umstand unterstreicht, dass Schwarze und Hispanics in den letzten Jahren in vielen Bundesstaaten von solchen Änderungen des Wahlrechts betroffen sind. Zudem zeigen Umfragen des Pew Research Centers, dass die Wählerschaft zunehmend verlangsamte Wahlveränderungen ablehnt, die nicht den Interessen der Bürger dienen.

Insgesamt steht Schwarzeneggers Appell für eine Rückkehr zu den traditionellen Werten und der grundlegenden Mission der Republikanischen Partei im Kontext einer sich verändernden politischen Landschaft, die mehr Zusammenarbeit und weniger Konfrontation erfordert.