Ein Verlust von über 130 Millionen Dollar: Neue Mexiko kämpft um Forschungsfinanzierung
In New Mexico sehen sich Hochschulen und Universitäten mit einem dramatischen Rückgang der bundesstaatlichen Forschungsfinanzierung konfrontiert, die mehr als 130 Millionen Dollar betragen. Dies berichtet die New Mexico Department of Higher Education und weist auf die dringende Notwendigkeit einer staatlichen Unterstützung hin, insbesondere für Forschungseinrichtungen, die fast 80 % dieser Einschnitte verantworten.
Der Bundesstaat hat sich seit langem als Zentrum für Forschung und Entwicklung etabliert, mit drei Universitäten, die Promotionen anbieten: der University of New Mexico (UNM), der New Mexico State University (NMSU) und dem New Mexico Institute of Mining and Technology (NM Tech), sowie einer Vielzahl technischer und beruflicher Colleges. Doch seit der Trump-Administration hat sich die Situation für die Sicherung von Bundesforschungsstipendien dramatisch verändert.
„Wir bewegen uns in einem sich rasch verändernden Umfeld, in dem sich die Prioritäten des Bundes ändern und der Wettbewerb um die Forschungsfinanzierung zunimmt. Daher müssen wir, die Universitäten, uns sehr schnell anpassen, um den Schwung aufrechtzuerhalten, der Entdeckung und Innovation vorantreibt“, erklärte Lique Coolen, Vizepräsidentin für Forschung bei NM Tech, während einer legislativen Sitzung.
Grants, die einst als sicher galten, werden nun annulliert oder drastisch reduziert, was dazu führt, dass Projekte entweder verzögert oder vollständig eingestellt werden. Besonders betroffen sind Forschungsfelder, die nicht mit den aktuellen Bundesprioritäten übereinstimmen, wie Umwelt- und alternative Energieforschung. Ganesh Balakrishnan, Direktor des New Mexico’s Established Program to Stimulate Competitive Research (NM EPSCoR), stellte fest: „Der Bereich der Umwelt- und Energiesicherung ist für uns von entscheidender Bedeutung, fällt jedoch derzeit außerhalb der bundesstaatlichen Prioritäten und sieht einer unsicheren Zukunft entgegen.“
Ein besonders schwerer Verlust betrifft ein bedeutendes Stipendium, das ein Kohlenstoffspeicherprojekt im San Juan Basin unterstützt. Coolen betont, dass diese Kürzung nicht nur den wissenschaftlichen Fortschritt untergräbt, sondern auch direkte Auswirkungen auf die Partner des Projekts hat, einschließlich UNM und Los Alamos National Labs, sowie auf die Gemeinschaft selbst.
Neben großen Energieprojekten sind auch kleinere Stipendien, darunter solche für den Erhalt kulturellen Erbes und die Wiederbelebung indigener Sprachen, stark gekürzt worden. Laut Ellen Fisher, Vizepräsidentin für Forschung an der UNM, bieten diese Stipendien den Studierenden wertvolle Forschungserfahrungen, die entscheidend für ihre Karriereziele sind.
Um die Forschungsangebote für Studierende aufrechtzuerhalten, sei staatliche Unterstützung bald notwendig. Mehrere Gesetzgeber äußerten jedoch den Bedarf nach weiteren Informationen, bevor sie Mittel bereitstellen, und verlangten Daten über die Rendite staatlicher Investitionen und den wirtschaftlichen Nutzen.
„Jede bundesstaatliche Investition in die Forschungsarbeit der Universitäten stärkt die Fähigkeit des Staates, privates Kapital anzuziehen und hochwertige Arbeitsplätze im aktuellen und aufkommenden Technologiesektoren zu schaffen“, betonte Coolen. Diese Warnung geht über den akademischen Rahmen hinaus: Universitätsvertreter warnen vor den langanhaltenden Folgen der Kürzungen für die Studentenausbildung und die Anwerbung von hochqualifizierten Arbeitskräften.
Positive Entwicklungen zeichnen sich in Forschungsbereichen ab, die mit den bundesstaatlichen Prioritäten übereinstimmen, wie Künstliche Intelligenz, Quanten-technologie und STEM-Bildung. Dennoch kommt die Finanzierung von fast 75 % der universitären Forschungsressourcen in New Mexico aus Bundesmitteln, was strategische Maßnahmen auf Landesebene erforderlich macht, um langfristige Schäden zu verhindern. Coolen wies darauf hin, dass die Streichung eines einzelnen Forschungsstipendiums eine Kettenreaktion auslösen kann, die potenziell zu weniger Forschungsgelegenheiten in der Zukunft führt.
Insgesamt wurde jeder Bereich der Hochschulbildung von den Einschnitten betroffen, darunter ein Verlust von 10,6 Millionen Dollar aus dem Title V-Förderprogramm für hispanische Institutionen. Diese Programme, so Gerald Hoehne, Chief of Staff des Higher Education Department (HED), unterstützen den Erfolg von hispanischen und Minderheitsstudierenden entscheidend.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass New Mexiko über hervorragende Voraussetzungen verfügt, um zu einem führenden Zentrum für Wissen und Forschung zu werden, jedoch ist dies nur mit lokaler Finanzierung möglich.



