New York City unter Druck: Bürgermeisterkandidat Zohran Mamdani und seine Steuerpläne sorgen für Angst vor Abwanderung
Inmitten der laufenden Bürgermeisterwahlen in New York City sorgt der demokratische Sozialist Zohran Mamdani mit seiner kontroversen Steuerpolitik für hitzige Debatten. Während eines Auftritts im Podcast „Flagrant with Akaash Singh“ verwies Mamdani auf die Bedeutung seiner Pläne zur Erhöhung der Unternehmenssteuer und der Einführung einer pauschalen Einkommensteuer von 2 % für Einkommen über 1 Million US-Dollar. Er freut sich darüber, wie Kritiker seiner Vorschläge, darunter der unabhängige Präsidentschaftsanwärter und ehemalige Gouverneur Andrew Cuomo, augenscheinlich aus „einer Mücke einen Elefanten machen“ würden.
„Die Leute sagen, sie könnten sich keine kostenlosen Busse leisten. Das gleiche gilt für eine jährliche Investition von 700 Millionen Dollar für schnellere öffentliche Verkehrsmittel. Doch ich denke, dass New Yorker nicht wegen einer 2%igen Steuerflucht betreiben werden“, so Mamdani. Dies wirft allerdings Fragen in Bezug auf die wirtschaftlichen Realitäten der Stadt auf, da Experten und Kritiker vor einem möglichen Exitus von vermögenden Individuen und Unternehmen aus New York warnen.
Im Kontrast zu Mamdanis Optimismus argumentiert Cuomo, dass die wiederholte Besteuerung von Unternehmen und wohlhabenden Bürgern langfristige Konsequenzen haben könnte. „Wenn wir weiterhin die Reichen und die Unternehmen besteuern, wird es bald niemanden mehr geben, der hier lebt“, warnt er. „New Yorker wissen, dass es nichts umsonst gibt.“
David Laffer, ein Wirtschaftswissenschaftler von der New Yorker Universität, unterstreicht dieser Debatte mit aktuellen Wirtschaftsdaten: „Studien zeigen, dass Hochsteuergebiete wie New York City zunehmend unter Druck stehen, wenn es um Abwanderung von wohlhabenden Steuerzahlern geht. Die Mobilität der Arbeitnehmer hat durch die technologische Entwicklung sicherlich zugenommen, was bedeutet, dass Unternehmen ihre Büros in steuerfreundliche Länder verlagern können. Ein schwankendes Steuersystem könnte zu einem massiven Verlust an Steuerbasis führen.“
Kritiker befürchten, dass Mamdanis Vorschläge nicht nur die Steuerlast erhöhen, sondern auch das bereits angespannte Geschäfts- und Wohnklima in New York City weiter verschärfen könnten. Scott Singer, der republikanische Bürgermeister von Boca Raton, Florida, warnt: „Die Aussicht auf Abwanderung aus Städten mit hohen Steuern und Kriminalitätsraten ist real. Wenn die marginale Steuerlast in New York City auf 17 % ansteigt, haben die Menschen weniger Anreize zu bleiben.“
Die Wiederwahlkampagne Mamdanis könnte also auf einem potenziellen wirtschaftlichen Kippmoment basieren, bei dem die Stadt sich an einem Scheideweg zwischen sozialistischen Leitlinien und der Notwendigkeit für wirtschaftliches Wachstum befindet. Da die Wähler immer sensibler auf wirtschaftliche Unsicherheit reagieren, bleibt abzuwarten, ob Mamdanis Vision letztlich Zustimmung finden kann – oder ob die Stadt in der Zukunft mit einer Abwanderungswelle konfrontiert sein wird, die die Finanzlage New Yorks gefährdet.
Kommende Umfragen und Wählerreaktionen werden entscheidend für das politische Schicksal Mamdanis und den Kurs der Stadt unter einem möglichen sozialistischen Banner sein.



