Neue Initiative zur Fleischimportpolitik könnte lokale Rinderzüchter in New Mexico gefährden
In den letzten Wochen hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump Pläne angekündigt, Rindfleisch aus Argentinien zu importieren, um die Preise für Fleisch im Einzelhandel zu senken. Diese Maßnahme hat jedoch besorgte Reaktionen von Rinderzüchtern in New Mexico ausgelöst, die befürchten, dass die Importpraxis ihre ohnehin schon angeschlagenen Gewinne erheblich gefährden könnte.
Larry Reagan, Präsident des New Mexico Farm and Livestock Bureau, äußerte Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen dieser Maßnahme auf die lokale Landwirtschaft. „Es ist ein Schlag ins Gesicht für die Rinderzüchter und Fleischproduzenten“, erklärte Reagan. Er betonte die Notwendigkeit fairer Handelsbeziehungen zwischen den USA und anderen Ländern, sieht jedoch die Gefahr, dass der Import von argentinischem Rindfleisch die heimische Produktion gefährdet. „Wir sind in diesem Jahr endlich in der Lage, vielleicht ein wenig Gewinn zu erzielen, und es scheint, als würde er versuchen, uns die Grundlage zu entziehen“, fügte Reagan hinzu.
Ähnlich äußerte sich die New Mexico Cattle Growers Association, die die Sorge um die lokale Wirtschaft bestätigt. Bronson Corn, Präsident der NMCGA, stellte fest, dass der Rindersektor in den letzten 15 Jahren kaum profitabel war. „Es ist traurig, sagen zu müssen, dass die Rinderindustrie für die letzten 15 Jahre kaum mehr als einen Break-even oder sehr marginale Gewinne generiert hat“, erklärte Corn und verweist auf die Herausforderungen, vor denen die Branche steht.
Die Rinderzüchter in New Mexico sind gerade dabei, sich von einer langanhaltenden Dürre zu erholen, die sowohl die Anzahl der Rinder als auch die Produktivität signifikant beeinflusst hat. Corn argumentiert, dass die Preise im Einzelhandel zwar auf den ersten Blick hoch erscheinen, aber die Produzenten keine Kontrolle über diese Preise haben. „Sind die Rindfleischpreise im Einzelhandel aus reiner Sticker-Schock-Perspektive hoch? Ja, allerdings ist der Preis pro Person, den Sie zu füttern versuchen, wirklich nicht so hoch“, führte er aus.
Die Bedenken der Branche stützen sich auch auf historische Daten, die zeigen, dass Handelsabkommen im Bereich der Viehzucht häufig mehr Schaden als Nutzen verursachten. „Es ist nicht unbedingt eine gute Idee, einen Markt zu fluten, um die Preise für irgendetwas zu senken“, erklärte Corn und warnte vor den potenziellen Folgen einer übermäßigen Importpolitik.
Angesichts dieser Entwicklungen äußert die New Mexico Farm and Livestock Association Zweifel an der Wirksamkeit von Präsident Trumps Importplänen zur Preissenkung. In einem Markt, der bereits durch externe Faktoren belastet ist, könnte die unbeaufsichtigte Einführung dieser Maßnahme nicht nur lokale Erzeuger gefährden, sondern auch die gesamte Rinderbranche in New Mexico destabilisieren.
Die Situation wirft essentielle Fragen über die Zukunft der Landwirtschaft in den USA auf, insbesondere über die Herausforderungen, denen sich lokale Erzeuger beim internationalen Wettbewerb gegenübersehen. Branchenanalysten warnen davor, dass ein übermäßiger Fokus auf kurzfristige Preisreduktionen zulasten der langfristigen Nachhaltigkeit und Rentabilität der heimischen Landwirtschaft gehen könnte.



