Rep. Elise Stefanik übt scharfe Kritik an NY-OB-Kandidaten Zohran Mamdani: „Jihadist“ und „antisemitisch“
In einer bemerkenswerten Wendung im New Yorker Wahlkampf hat die Kongressabgeordnete Elise Stefanik (R-NY) den demokratischen OB-Kandidaten Zohran Mamdani in einer öffentlichen Stellungnahme als „Jihadisten“ und „wütenden Antisemiten“ bezeichnet. Diese heftigen Anschuldigungen erfolgten nach einer Debatte zwischen Mamdani, dem ehemaligen Gouverneur Andrew Cuomo und dem Republikaner Curtis Sliwa.
Stefanik machte die Aussagen in einem Schreiben an Emma G. Fitzsimmons, eine Journalistin der *New York Times*, die um einen Kommentar zu Mamdanis Positionen gebeten hatte. Sie bezog sich dabei insbesondere auf Mamdanis vermeintliche Weigerung, im Rahmen eines Interviews mit Fox News für die Entwaffnung der Hamas einzutreten.
In ihrer Aussage erklärte Stefanik: „Ich nenne Zohran Mamdani einen Jihadisten, weil er einer ist. Mamdani ist das Inbild eines Jihadisten, da er Terroristen der Hamas unterstützt, was er erst kürzlich tat, als er sich weigerte, die Hamas-Terroristen aufzufordern, ihre Waffen niederzulegen – dieselbe Hamas, die am 7. Oktober 2023 Zivilisten, darunter New Yorker, ermordete.“
Die Auseinandersetzung um Mamdanis Haltung zu Hamas und Israel wirft eine Reihe von Fragen auf, die weit über den New Yorker Wahlkampf hinausgehen. Umstritten bleibt, wie Politiker in den USA, insbesondere im Kontext des Nahostkonflikts, ihre Ansichten zu formulieren, ohne Wähler zu verprellen.
Mamdani, der sich selbst als demokratischer Sozialist bezeichnet, gab an, dass er sich um eine friedliche Zukunft für New York City bemühen wolle. In seinem Interview äußerte er: „Ich glaube, dass jede Zukunft hier in New York City sicherstellen muss, dass sie für alle erschwinglich ist. Was Israel und Palästina betrifft, müssen wir Frieden sicherstellen und dafür kämpfen.“ Auf die Frage, ob die Hamas ihre Waffen niederlegen sollte, antwortete er jedoch: „Ich habe nicht wirklich eine Meinung über die Zukunft der Hamas und Israels abgesehen von der Frage nach Gerechtigkeit und Sicherheit.“
Die Diskussion um die Unterstützung von Mamdani innerhalb der Demokratischen Partei ist ebenso spannend. Stefanik argumentierte, dass der Vorsitzende der New Yorker Demokraten, diverse Mitglieder des Kongresses sowie führende Demokraten wie Chuck Schumer und Hakeem Jeffries sich gegen Mamdani positioniert hätten, indem sie ihm ihre Unterstützung versagten. Sie betonte, dass dies auf die vermeintlichen extremen Ansichten von Mamdani zurückzuführen sei und warnte vor den Konsequenzen seiner Wahl für die Stadt New York: „Zohran ist ein Jihadist, der New York zerstören wird.“
Diese Aussagen haben nicht nur den Wahlkampf in New York City in den Vordergrund gerückt, sondern stellen auch eine breitere Diskussion über die Grenzen der politischen Rhetorik in den USA dar. Laut einer Umfrage des Pew Research Centers stimmen 64 Prozent der Amerikaner der Aussage zu, dass Politiker in der heutigen Zeit vorsichtiger mit Sprache umgehen sollten, um keine extremen Entwicklungen zu fördern.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, wenn die Wähler über die Richtung entscheiden, in die sich ihre Stadt und vielleicht auch die nationalen politischen Diskurse entwickeln werden. Mit einer Wahlbeteiligung von über 60 Prozent in den letzten städtischen Wahlen wird der Ausgang der bevorstehenden Wahl viele Assoziationen aktivieren und Diskussionen über Politik, Identität und Gemeinschaft in den USA anstoßen.



