Republikaner Curtis Sliwa unter Druck, seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt von NYC zugunsten von Zohran Mamdani aufzugeben

Wachsende Dringlichkeit für Curtis Sliwa, sich aus dem New York Bürgermeisterrennen zurückzuziehen: Politische Allianzen im Fokus

NEW YORK – Curtis Sliwa, der republikanische Herausforderer im Rennen um das Bürgermeisteramt von New York, sieht sich intensiven Forderungen gegenüber, aus der Wahl auszutreten, während sich die Wähler auf die Stimmabgabe vorbereiten. Diese Forderungen kommen aus einem unerwarteten Bündnis zwischen konservativen Persönlichkeiten aus New York, moderaten Demokraten und wohlhabenden Unterstützern, die allesamt versuchen, den aufsteigenden demokratischen Sozialisten Zohran Mamdani zu stoppen.

Mamdani, ein Abgeordneter der staatlichen Legislative, hat sich seit seinem überraschenden Sieg über den ehemaligen Gouverneur Andrew Cuomo in den Vorwahlen der Demokraten als Favorit in dem Rennen um das Bürgermeisteramt etabliert. Seine Popularität unter den Wählern könnte ihm einen entscheidenden Vorteil in der kommenden Wahl verschaffen.

Cuomos Rückkehrversuch als unabhängiger Kandidat gestaltet sich jedoch schwierig. Trotz seines Alters von 67 Jahren und seiner politischen Erfahrung bleibt er hinter Mamdani zurück, der aktuell einen Vorsprung in den Umfragen hat. In einem Dreikampf mit Sliwa, einem Aktivisten und Talkshow-Moderator, liegt Cuomo weiterhin deutlich zurück, obwohl er in einer Kopf-an-Kopf-Auseinandersetzung mit Mamdani potenziell besser abschneiden könnte.

Die Herausforderung für Sliwa, der Gründer der Bürgerwehrorganisation «Guardian Angels», oszilliert zwischen der Überzeugung, dass seine Teilnahme für die Wahl wichtig ist, und dem Druck, seine Unterstützer hinter Cuomo zu versammeln. «Ich bin hier, um zu gewinnen,» erklärte Sliwa selbstbewusst, als er am U-Bahnhof in der Upper West Side mit seiner typischen roten Baskenmütze posierte.

Cuomo hingegen hat eine Medienkampagne gestartet, um Sliwas Wähler umzustimmen. In seinen Auftritten auf Netzwerkfernsehen und konservativen Talkradios rief er dazu auf, Sliwas Position als «Spoiler» in der Wahl abzulehnen und stattdessen seine Unterstützung zu erwägen, um die «existenzielle Bedrohung», die Mamdani darstellt, abzuwenden.

Ein kürzlich durchgeführter AARP-Umfrage verdeutlicht die angespannten Verhältnisse, da sie zeigt, dass Mamdanis Führung schrumpfen könnte, falls Sliwa sich zurückzieht. In einem möglichen Kopf-an-Kopf Rennen käme Mamdani nur noch auf 45% der Stimmen, während Cuomo auf 41% steigen könnte, was im Rahmen der Fehlermarge der Umfrage liegt. 15% der Wähler sind derzeit unentschlossen oder unterstützen einen anderen Kandidaten.

„Sobald die New Yorker diese Realität erkennen, werden sie Sliwa als Spoiler ablegen und sich hinter Cuomo versammeln, um die Stadt zu retten,“ erklärte Rich Azzopardi, ein Sprecher von Cuomos Kampagne.

Allerdings wird Sliwa, sollte er tatsächlich seinen Rücktritt ankündigen, nicht die einzige Präsenz auf dem Wahlzettel sein. Auch der amtierende Bürgermeister Eric Adams wird nach wie vor zur Wahl stehen, was die Dynamik des Rennausgangs erheblich komplizieren könnte. Eine Fox News Umfrage zeigte, dass Cuomo in den Umfragen zulegen konnte, allerdings bleibt der Abstand zu Mamdani erheblich.

Diese Entwicklung in einem der umkämpftesten Bürgermeisterwahlen in den USA wirft Fragen über die politischen Strategien und Wählermobilisierung auf. Analysten befürchten, dass ein Auseinanderdriften der Stimmen auf die politischen Verhältnisse in der Stadt katastrophale Auswirkungen haben könnte. Die politische Landschaft New Yorks ist in diesem Wahlkampf genauso dynamisch wie die Stadt selbst, und beide Parteien müssen sorgfältig abwägen, wie sie die Wähler ansprechen und rekrutieren.