Umweltschutzgruppe verklagt Bundesregierung wegen verzögerter Maßnahmen zum Iowa-Skipper-Schmetterling

### Bedrohung für den Iowa-Wiesenbock: Dringlichkeit des Schutzes und rechtliche Schritte

Der Iowa-Wiesenbock, einst weitverbreitet in den Prärien der Vereinigten Staaten, steht inzwischen vor dem Aussterben. Die Organisation Center for Food Safety hat nun bei den Bundesbehörden den Antrag gestellt, die Art als bedroht einzustufen.

Diese Petition wurde ursprünglich im März eingereicht, jedoch nach mehreren Fristverlängerungen und versäumten Terminen durch den U.S. Fish and Wildlife Service (USFWS), hat das Center nun eine Absichtserklärung zur Klage eingereicht. “Der Iowa-Wiesenbock ist ein Indikator für gesunde Präriehabitate, dessen Fortbestand höchste Priorität hat,” erklärt Suzannah Smith, Juristin beim Center for Food Safety.

### Verlust des Lebensraums

Der Iowa-Wiesenbock, ein kleiner, leuchtend gelber und oranger Schmetterling, hat durch intensive Landwirtschaft massiv an Lebensraum verloren. Allein Nordamerika hat mehr als 60 % seines Grasland-Bioms eingebüßt, und etwa 99 % der Hochgrasprärien sind aufgrund von landwirtschaftlichen Aktivitäten und invasiven Arten verschwunden. Während das Grasland einst bis nach Iowa reichte, ist der verbliebene Lebensraum heute hauptsächlich in den westlichen und südlichen Bundesstaaten zu finden.

Laut dem Antrag des Centers ist der Iowa-Wiesenbock seit 2009 nicht mehr in Iowa nachweisbar. Die Art war früher in 14 Bundesstaaten der zentralen USA verbreitet, ist nun jedoch hauptsächlich in geschützten Präriegebieten in Nebraska, Colorado und Oklahoma zu finden. Diese Spezies gilt als „Präriespezialist“ und ist durch die Umwandlung von Prärie in Ackerland und den häufigen Einsatz von Pestiziden bei landwirtschaftlichen Betrieben stark gefährdet.

### Rechtliche Schritte gegen USFWS

Die jüngste Absichtserklärung zur Klage gegen den USFWS setzt sich mit dessen Versäumnis auseinander, innerhalb des festgelegten Zeitrahmens eine Entscheidung über den Wiesenbock zu treffen. Es ist bereits die zweite rechtliche Maßnahme dieser Art, nachdem die ersten Fristen im Jahr 2024 überschritten wurden. Die Sekretärin des Centers kritisierte, dass auch ein sogenannter «Grace Period» nicht zu einer fristgerechten Entscheidung geführt habe und die Behörde erneut ihre Termine übergangen habe.

Wenn USFWS die Schutzmaßnahmen nicht innerhalb von 60 Tagen umsetzt, plant das Center eine Klage gemäß dem Endangered Species Act, der als eine der stärksten Naturschutzgesetze in den USA gilt. Die Gesetzgebung wurde 1973 verabschiedet und hat seither sowohl Unterstützung als auch umstrittene Diskussionen ausgelöst.

### Bedeutung des Schutzes

Die Einstufung des Iowa-Wiesenbocks als gefährdete Art könnte nicht nur zur Erhaltung dieser speziellen Schmetterlingsart beitragen, sondern auch wichtige Maßnahmen zum Schutz anderer gefährdeter Bestäuber, wie dem Dakota-Wiesenbock und dem rostgepatchten Hummel, nach sich ziehen. Unter dem Endangered Species Act wird jegliche Absicht, die den Schmetterling schädigen könnte, wie Trapping, Wunden oder gar Tötung, verboten.

Ein Schutzstatus würde auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben: Beispielsweise wäre der Einsatz von Pestiziden in Gebieten, in denen der Wiesenbock bekannt ist, verboten. „Agrarwirtschaft muss sowohl den Menschen als auch dem Planeten zugutekommen, wir dürfen kein System akzeptieren, das das Artensterben vorantreibt,“ erklärt Smith.

### Fazit

Die Initiative des Center for Food Safety zeigt die Dringlichkeit, den Iowa-Wiesenbock als gefährdet einzustufen und so nicht nur das Überleben dieser Art, sondern auch den Erhalt von wertvollen Ökosystemen zu fördern. Diese rechtlichen Schritte stellen nicht nur eine Herausforderung für die US-Bundesbehörden dar, sondern auch ein wichtiges Zeichen im Kampf für den Schutz der Biodiversität in Nordamerika.