Warum die langsame Bewegung des tropischen Sturms Melissa über die Karibik gefährlich ist

Tropensturm Melissa: Intensivierung und mögliche Auswirkungen auf die Karibik und Florida

Der Tropensturm Melissa bewegt sich langsam durch die zentrale Karibik, was besorgniserregende Nachrichten für die Bewohner von Ost-Kuba, Hispaniola und Jamaika sind. Laut dem National Hurricane Center wird erwartet, dass Melissa eine „schnelle Intensivierung“ durchläuft und sich zu einem mächtigen Hurrikan der Kategorie 4 entwickelt.

Einige Quellen berichten, dass Melissa sich zum Zeitpunkt ihrer Beobachtung etwa 890 Meilen südöstlich von Naples, Florida, befand. Während die Florida-Bewohner sich auf eine mögliche Beeinträchtigung durch Melissa vorbereiten müssen, bleiben die Prognosen kompliziert. Wettervorhersage-Modelle variieren stark in Bezug auf den möglichen Weg und die Stärke des Sturms, was die Vorbereitung zusätzlich erschwert.

Längerfristige Vorhersagen und Prognosen

Laut Experten wird Melissa voraussichtlich zu einem bedeutenden Hurrikan aufsteigen, der Windgeschwindigkeiten von bis zu 209 km/h erreichen könnte. Ein Hurrikan der Kategorie 3 gilt bereits als schwerwiegend, mit nachhaltigen Winden ab 178 km/h. Der National Hurricane Center warnt, dass die Auswirkungen weitreichend sein könnten, auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines direkten Treffers in den USA aktuell noch als gering eingeschätzt wird.

„Je länger sich Melissa nach Westen bewegt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Küste der USA erreicht“, sagt Bernie Rayno, der Chef-Meteorologe von AccuWeather. Die Experten warnen jedoch, dass auch die Zentren noch auf See bleiben können, dabei jedoch dennoch Auswirkungen auf die östliche Küste der USA haben könnten.

Risiken für Florida und die Karibik

Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass die Situation für Florida möglicherweise weniger kritisch ist als befürchtet. Alex DaSilva, führender Hurrikan-Experte bei AccuWeather, gibt jedoch zu bedenken, dass die Wahrscheinlichkeit für direkte Auswirkungen auf Florida – auch wenn diese derzeit nur bei etwa 15 % liegt – keinesfalls ausgeschlossen ist. „Die realistischste Variante ist, dass der Sturm über Kuba zieht und dann ins Meer abdriftet“, so DaSilva.

Es wird gewarnt, dass bei einem Stau der Hurrikane, insbesondere in der Nähe der Gebirgsinseln der Karibik, unerwartete Wetterereignisse eintreten können. Szenarien, die einen Hurrikan mit katastrophalen Niederschlägen prohezeien, können auftreten. Diese Niederschläge könnten laut meteorologischen Modellen drei oder vier Fuß betragen, insbesondere wenn der Sturm in der Nähe der bahamaischen Inseln verweilt.

Vorbereitung der Anwohner

Für die Einwohner Floridas bleibt es entscheidend, wachsam zu bleiben und sich auf die Möglichkeit von Stromausfällen, Überschwemmungen und anderen potenziellen Notfällen vorzubereiten. Offizielle Stellen haben eine Liste von Notfallversorgungen veröffentlicht, die steuerfrei erworben werden können. Diese wichtigen Vorräte umfassen:

  • Wasser
  • Lang haltbare Lebensmittel
  • Zwei-Wochen-Vorrat an Medikamenten
  • Batterien
  • Taschenlampe
  • Bargeld
  • Notfallrucksack mit wichtigen Vorräten
  • Tragbare Handy-Ladegeräte
  • Batteriebetriebenes Radio

Experten raten dazu, während der Hurrikansaison regelmäßig Wetterwarnungen zu überwachen und sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren, um rechtzeitig reagieren zu können.

Wie sich der Hurrikan entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Umfassende meteorologische Daten und Verbesserungen bei den Wettermodellen werden in den kommenden Tagen erwartet. Die Situation sollte im Auge behalten werden, da die unzuverlässigen Strömungsverhältnisse in der Karibik die Vorhersagen kompliziert machen und die Prognosen schwankend halten.