Schlechtes Fahrverhalten in Tennessee: Memphis und Knoxville unter den schlechtesten Fahrern der USA
Tennessee, das Land der Freiwilligen, könnte sich eine neue, weniger schmeichelhafte Reputation erarbeiten: die der schlechten Autofahrer. Laut einer aktuellen Analyse von Consumer Affairs befinden sich zwei Städte aus Tennessee – Memphis und Knoxville – an der Spitze der Liste der Städte mit den schlechtesten Autofahrern in den Vereinigten Staaten. Diese wurde auf Grundlage von Schätzungen der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) erstellt, die einen bescheidenen Rückgang der jährlichen Verkehrstoten von 40.901 im Vorjahr auf 39.345 in diesem Jahr dokumentierten. Trotz dieses Rückgangs bleibt das Problem der Verkehrstote in den USA eine ernsthafte öffentliche Gesundheitskrise. In Memphis lag die Todesrate bei Verkehrsunfällen bei 38,79 pro 100.000 Einwohner, während Knoxville eine Rate von 31,49 aufwies.
Die Untersuchung von Consumer Affairs betrachtet jedoch nicht nur die Todesfälle, sondern auch die Anzahl der Verkehrsunfälle pro 100.000 Menschen. Dies umfasst Aspekte wie Fahren unter Alkoholeinfluss, Geschwindigkeitsüberschreitungen und aggressives Fahrverhalten. So meldete Waterbury, Connecticut, die drittschlechtesten Fahrgewohnheiten, wobei die Stadt eine Rate von 7,87 tödlichen Verkehrsunfällen pro 100.000 Einwohner hatte – mehr als das Vierfache des nationalen Durchschnittswerts.
Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist, dass die vielzitierten Statistiken oft missinterpretiert werden können. Während die NHTSA die schlimmsten Fahrer nach tödlichen Unfällen klassifiziert, zeigt eine andere Studie von Forbes Advisor, dass die Fahrgewohnheiten von Tennesseern im Vergleich zu anderen Bundesstaaten relativ gut sind. In dieser Untersuchung wurde Alaska als Bundesstaat mit den schlechtesten Fahrgewohnheiten identifiziert. Hier gaben 20 % der Fahrer an, ohne Blinker die Spur zu wechseln, während 13 % bei über 32 km/h über dem Tempolimit fuhren.
Die Analyse der Allstate-Versicherung beeindruckt ebenfalls: Knoxville, obwohl auf dem zweiten Platz der schlechtesten Fahrer laut Consumer Affairs, erzielte einen besseren Rang, was die Zeitspanne zwischen Kollisionen angeht: Die Stadt belegte landesweit den 17. Platz, was bedeutet, dass die Fahrer dort um 8,4 % weniger wahrscheinlich in einen Unfall verwickelt sind als im nationalen Durchschnitt. Memphis hingegen landete auf Platz 88 unter 200 bewerteten Städten.
Die schlechtesten Fahrer finden sich jedoch in Boston, wo die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls 244 % über dem nationalen Durchschnitt liegt. In der Gegenüberstellung stellen Städte wie Brownsville, Texas, die besten Fahrer in den USA mit einer um nahezu 26 % niedrigeren Unfallwahrscheinlichkeit dar.
Der Vergleich zwischen den verschiedenen Analysen verdeutlicht, dass die Bewertung von Fahrverhalten komplex ist und von unterschiedlichen Faktoren abhängt. Diese Informationen könnten dazu beitragen, ein besseres Verständnis für Fahrverhalten und Verkehrssicherheit zu entwickeln. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, sind innovative Technologien, wie die aus dem Hause General Motors, die riskantes Fahrverhalten identifizieren und gefährliche Fahrer von den Straßen holen sollen, von entscheidender Bedeutung.
Diese Erkenntnisse verdeutlichen die Notwendigkeit von mehr Schulungen und Aufklärung über sicheres Fahren in den am meisten betroffenen Regionen Amerikas, um die Verkehrssicherheit zu verbessern und Leben zu retten.



