Tennessee: Auf dem Weg zur Reputation schlechter Autofahrer
Tennessee, bekannt als der Volunteer State, etabliert möglicherweise eine neue Reputation — die der schlechten Autofahrer. Laut einer veröffentlichten Grafik von Consumer Affairs belegen die Städte Memphis und Knoxville die ersten beiden Plätze der zehn Städte mit den schlechtesten Fahrern in den USA.
In der vorliegenden Analyse wird Memphis als Stadt mit der höchsten Unfallrate klassifiziert, gefolgt von Knoxville. Dies basiert auf Schätzungen der National Highway Traffic Safety Administration, die einen leichten Rückgang der Verkehrstoten im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr zeigten — von 40.901 auf 39.345. Dennoch bleibt die Zahl der Verkehrstoten in den USA ein ernsthaftes Gesundheitsproblem, vor allem in Memphis mit einer erschreckenden Rate von 38,79 Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner, während in Knoxville eine Rate von 31,49 pro 100.000 erreicht wurde.
Consumer Affairs analysierte jedoch nicht nur die Zahl der Verkehrsunfälle, sondern auch die Ursachen, wie etwa Fahren unter Alkoholeinfluss, Geschwindigkeitsüberschreitungen und rücksichtsloses Fahrverhalten. Zum Beispiel weisen die Verkehrstoten in Waterbury, Connecticut, eine Rate von 7,87 pro 100.000 auf, was mehr als viermal über dem nationalen Durchschnitt liegt. Solche Statistiken geben Aufschluss über das Fahrverhalten und die Gefahren im Straßenverkehr, die durch Ablenkung und Aggressivität geprägt sind.
Studien zeigen jedoch, dass die Daten selbst oft irreführend sein können. Laut Forbes Advisor gehörten Tennesseaner im vergangenen Jahr zu den besser benehmenden Fahrern in den USA. In der Analyse basierend auf Selbstberichterstattung wiesen Alaska, Wyoming, New Mexico, Oregon und Hawaii die schlechtesten Fahrverhalten auf. Insbesondere in Hawaii gaben 20% der Fahrer an, ohne Blinken die Spur zu wechseln, während 13% mindestens 20 mph über dem Tempolimit fuhren und 8% rote Ampeln ignorierten.
In einem weiteren Bericht, dem Allstate 2025 Best Drivers Report, wurde Knoxville überraschenderweise als 17. Stadt in Bezug auf die längste Zeitspanne zwischen Kollisionen eingestuft. Dies impliziert, dass die Fahrer in Knoxville etwa 8,4% weniger wahrscheinlich in einen Unfall verwickelt sind als im nationalen Durchschnitt. Im Gegensatz dazu belegte Memphis, die Stadt mit den schlechtesten Fahrern laut Consumer Affairs, den 88. Platz unter 200 bewerteten Städten.
Boston hat indes die unglückliche Ehre, die Stadt mit den schlechtesten Fahrern zu sein, mit 244% höherer Wahrscheinlichkeit, in einen Unfall verwickelt zu werden als der nationale Durchschnitt. Drei Städte in Massachusetts, darunter Worcester und Springfield, finden sich ebenfalls unter den letzten fünf.
Im Gegensatz dazu fährt man in Brownsville, Texas, am sichersten, wo die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls um fast 26% unter dem nationalen Durchschnitt liegt. Die besten Platzierungen insgesamt verzeichnen Boise, Idaho; Fort Collins, Colorado; Cary, North Carolina; und Laredo, Texas.
Zusammenfassend zeigt die Analyse, dass Fahrverhalten und Sicherheitsstatistiken komplexe und vielschichtige Themen sind, die durch unterschiedliche Datensätze und Methoden beeinflusst werden. Die Herausforderung, sicher im Straßenverkehr zu fahren, bleibt eine wesentliche öffentliche Gesundheitsfrage, die durch geltende Vorschriften, Bildungsprogramme und potenzielle Technologien wie das Verhaltenstracking von Automobilherstellern angegangen werden muss.



